Einladung_Frühjahrskonzert_MMK-Preding

Frühjahrskonzert – Die MMKP sorgt für Österreich-Fieber!

Während sich andernorts alles um die Zukunft dreht, lädt die MMK Preding zu einem musikalischen Streifzug durch die österreichische Musikgeschichte ein. Im Mittelpunkt stehen dabei überwiegend Hits heimischer Größen der Unterhaltungskultur des 20. Jahrhunderts.

Doch es wäre nicht die MMK Preding, wenn nicht vereinseigene Musiker mit ihrer Vielseitigkeit für Überraschungen sorgen würden: PREDING 3 und eine JAZZ-COMBO bringen Abwechslung ins Konzertprogramm. Schließlich sorgen „DIE SCHNUGIES“ beim traditionellen After-Show-Event für eine stimmungsvolle Party-Nacht.

Wer sich am 23. April für die MMK Preding entscheidet, hat bestimmt die beste Wahl getroffen!
Eintrittskarten sind bei allen Musikern und Musikerinnen erhältlich.

Bis bald!
Eure MMKP

Konzertprogramm:

Gruß aus Wien

Die kleine Kneipe

Preding 3

Udo Jürgens Live – Medley

Brenna tuat´s guat

PAUSE

Mercy, Mercy, Mercy

The Best of Falco

Bergwerk

? ;-)

Einladung_Frühjahrskonzert_Musikverein Preding

Danke an unsere Sponsoren:

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Gesundheitscentrum Preding

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Willibald Fürnschuss

Unser Willibald Fürnschuss – eine Geschichte über Musik und Liebe

Meine Geschichte:

Freitags schliefen mein Schwesterherz Michi und ich immer bei Oma und Opa. Wenn Opa von der Musikprobe nach Hause kam – unser erster Kontakt mit der wöchentlichen Probe ;) – durften wir Mädels noch in der Küche sitzen und lauschen:

Opa schneidet sich „a Schiefal“ Brot runter – und summt den Radetzky Marsch. Er legt ein paar Blattl Wurst aufs Brot – und pfeift die Koralm Fanfare. Opa schneidet Radieschen – und singt den Bergblumenwalzer. Der Grundstein für unsere Musikkapellenkarriere war gelegt.

Samstagmorgen sind wir dann von Omas Kakao- und Keksgeruch munter geworden. Meine Schwester und ich durften immer Kekse ausstechen und verzieren; Opa war schon wieder am Musizieren. Er hat fürs nächste Ausrücken mit der Kapelle einen Marsch auf der Lyra auswendig gelernt oder Texte für den nächsten Auftritt des Schlossberg-Duos gelernt.

Die prägendste Erinnerung ist unser Opa mit seiner Harmonika. Keine Ahnung wie viele Stunden er gespielt und geübt hat. Und wie viele Stunden wir vier Kinder zugehört und dazu getanzt haben. Kein Pfarrfest oder Feuerwehrfest fand in Preding ohne das Schlossberg-Duo statt. Kein Kinderfasching ohne Opa und seine Harmonika. Kein Familienfest ohne G’Stanzln. Opa hat mit uns ständig die „Klassiker“ gesungen und auf der Harmonika begleitet: „Kommt ein Vöglein geflogen“, „Ein Hund kam in die Küche“ oder –mein Favorit- „Der Gockalo is do“.

15 Jahre später habe ich meinen Traumberuf gefunden, Inbetriebnehmerin für Papiermaschinen. Einen unmusikalischeren Beruf gibt es wohl kaum ;)

Es ist Freitagabend, Probeabend und ich bin immer noch im Werk. Die Maschine macht Probleme – es wird wieder ein langer Arbeitsabend werden. Für  ein paar Sekunden schließe ich die Augen und bin wieder 10 Jahre alt… Opa macht sich gerade für die Probe fertig und ich wünschte ich könnte noch einmal mit ihm hingehen.

Von Christina.

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Der Opa ist Willibald Fürnschuß. Im 88. Lebensjahr ist unser Kamerad und Freund Willi am 9. Jänner 2016 in den Himmel gereist. Wir danken dir für deinen jahrzehntelangen Einsatz als Musiker und Vorstandsmitglied, für deinen Kameradschaft und Herzlichkeit.

In lieber Erinnerung, deine MMK-Preding.

 

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Musik ist keine exakte Wissenschaft – oder doch?

Was hat Musik mit Naturwissenschaften gemeinsam, was unterscheidet sie voneinander. Sichtweise eines musikbegeisterten Ingenieurs.

Teil II: Was ist Musik?

Jeder Mensch kennt Musik und weiß was das ist. Will man allerdings Musik mit Worten beschreiben, so fällt das gar nicht so leicht. Tatsächlich gibt es in der Literatur viele Werke mit teilweise seitenlangen Abhandlungen, die den Begriff Musik zu erklären versuchen. Auch mich hat diese Frage beschäftigt, als ich begonnen habe, Musik mit Mathematik und Physik zu vergleichen, und siehe da – ich habe eine sehr einfache Beschreibung gefunden:

Musik ist eine Aneinanderreihung von verschiedenen Tönen und Pausen.

That’s it. Damit ist eigentlich schon alles gesagt.  :-D

Jetzt kann man natürlich diskutieren, ob es verschiedene Töne sein müssen, oder ob die Töne richtig sein müssen (was auch immer das heißt), ob man Lieder auch ohne Pausen oder gar ohne Töne spielen kann etc.

Partitur von John Cage’s 4‘33“

Partitur von John Cage’s 4‘33“

Ähm – ja, du hast richtig gelesen. Es gibt tatsächlich auch Musikstücke ohne Töne! Das Stück 4’33″ von John Cage etwa besteht nur aus einer 4 Minuten 33 Sekunden dauernden Pause. Dass von diesem Werk sogar eine Radio-Übertragung gemacht wurde, und dass es ein Gerichtsverfahren gab wegen einer „Raubkopie“ dieses Stücks, wie bei „Wikipedia“ behauptet wird, mag allerdings doch bezweifelt werden.

Tatsächlich gibt es aber eine gedruckte Partitur dieses Werkes, das in drei Sätzen „komponiert“ ist (siehe Bild links), und im Internet findet man sogar einige Videos davon, z.B. dieses hier: https://www.youtube.com/watch?v=zY7UK-6aaNA

Diese Videos sind zwar recht amüsant anzusehen. Wir sind aber glaub ich einer Meinung, dass es sich bei einer viereinhalb Minuten langen Pause nicht wirklich um Musik handelt… Ein einziger Ton tuts aber bereits, damit kann man durchaus schon gute Musik machen. Beispiel gefällig? Bei „One Note Samba“, einem sehr bekannten Jazz-Standard, gibt es als Melodie in den ersten 8 Takten tatsächlich nur einen einzigen Ton (Quinte). Zwei verschiedene Töne (Prim und Quinte, bzw. Tonika und Dominante wie unsere liebe Frau Kapellmeisterin so gerne sagt) reichen für den kompletten ersten Teil des Stücks.
https://www.youtube.com/watch?v=eUSYlOTP2_k

Geht aber trotzdem ganz schön ins Ohr, oder? Man kann also bereits mit nur einer Note musizieren. Aber wie gesagt, üblicherweise bestehen Musikstücke aus verschiedenen aufeinanderfolgenden Tönen und eventuell dazwischen ein paar Pausen.
Interessant für den Musiker (aber unbewusst wohl auch für den Zuhörer) sind nun die verschiedenen Eigenschaften dieser Töne und Pausen, denn nur wenn man die kennt und versteht kann man sie auch erlernen und in Musikstücken anwenden.

Mehr Details über die Bestandteile der Musik erfahrt ihr im nächsten Teil dieses Blogs.

Manfred Lueger

Weihnachtswünsche der MMK-Preding Cold Water Challenge MMK-Preding

Unsere Cold Water Challenge 2014 – ab ins kühle Nass!

Dienstag, 29. Juli, 20:50 Uhr: Unsere Michi schreibt ganz aufgeregt in unsere Facebook-Gruppe der populären sozialen Plattform: „Wir wurden von Auffach zur Cold Water Challenge ‘eingeladen’! Was geh ma an???”

Entsetzen, Aufregung und Vorfreude steigen… 24 Stunden sind seit der Nominierung schon vergangen und somit haben wir nur noch weitere 24 Stunden Zeit, um die Challenge zu absolvieren! Können wir das schaffen? Wir versuchen es: Challenge accepted!

Am Mittwoch Abend treffen wir uns im Musikheim – zuerst ein, dann zwei, dann drei… JA! Wir haben genug Musiker und Musikerinnen zusammen bekommen, um die Challenge schaffen zu können! Dank Martin Erlauer haben wir für unsere Aufnahmen eine super Location, nämlich seinen schönen Schaugarten inklusive Teich.

Trotz leichtem Regen packen wir unsere Badesachen aus, ziehen die Badehosen an, holen unsere Instrumente hervor und legen los. Narcotic ertönt im (wunderbaren) Klang und Papa Hödl filmt das Spektakel. Es macht riesigen Spaß und ein paar von uns wagen sogar Kopfsprünge und Arschbomben. Ein Blick auf das Endergebnis lohnt sich (http://youtu.be/hB982YMaJ2U):

Vielen Dank, liebe Partnerkapelle Auffach im schönen Tirolerland für eure Nominierung. Es war uns eine Freude, die Cold Water Challenge zu absolvieren!

Auch wird durften drei weitere Kapellen zur Challenge nominieren: St. Nikolai im Sausal (da ist und der Musikverein Tillmitsch schon zuvorgekommen… sie haben ihr Video am gleichen Tag erstellt: https://www.youtube.com/watch?v=sr0akfYVECc), Musikverein Hengsberg (https://www.youtube.com/watch?v=S-Xf8_iPH5o) und Treze Tilias in Brasilien (das spannendste Ergebnis?). Liebe Freunde, ihr habt nur noch wenige Stunden Zeit! Wir sind gespannt und freuen uns schon jetzt auf eine gute Jause von euch ;)

 

The Cold Water Challenge – Der Social Media Trend des Sommers 2014!

Was ist die Cold Water Challenge? Eine Person, oder meist ein Verein, absolviert die Challenge, sich ins kühle Nass zu schmeißen und nominiert danach jemand anderen, etwas Ähnliches zu machen. Innerhalb weniger Stunden muss der Nominierte die Challenge antreten, oder für das Nichterfüllen den „Preis“ bezahlen.

Den Schneeball ins Rollen brachte ein US-amerikanisches Feuerwehrteam, das die Cold Water Challenge als Wohltätigkeitsveranstaltung erfand. Nominierte müssen die Challenge absolvieren und zahlen einen geringen Betrag an einen Wohltätigkeitsverein. Wer die Challenge verliert, zahlt mehr.

Diese Aktion wurde schnell zum Sommertrend: Die Nominierungen gingen über auf andere Vereine, die meist um eine Jause oder Grillerei spielen … und die Wohltätigkeit ging irgendwann verloren.

Wir möchten den ursprünglichen Sinn des Trends wieder aufgreifen und spenden €100,- an einen wohltätigen Verein, der mit diversen Hilfsaktionen Kinder und Jugendliche durch schwierige Zeiten begleitet.

 

Julija Domaseva

Kapellmeisterin: Großes musikalisches Talent und weiblicher Charme

Sie ging als Siegerin unserer Casting-Show “MMK-Preding’s next Top-KapellmeisterIn” hervor und steht nun seit Ende Jänner am Dirigentenpult unserer Musikkapelle. Mit ihrem großen musikalischen Talent, aber auch mit viel weiblichem Charme, so begeistert uns unsere neue Kapellmeisterin Julija Domaševa aus Vilnius in Litauen.

Bereits nach ein paar Wochen gemeinsamen Musizierens, ist sie uns sehr ans Herz gewachsen, und wir sind wirklich froh, eine so außergewöhnlich musikalisch- und pädagogisch begabte und – nicht zu vergessen – hübsche Kapellmeisterin gewonnen zu haben. Deshalb haben wir sie auch zur ersten Kandidatin unserer neuen Rubrik:„MusikerIn des Monats“ gewählt.

Zum „Näher-Kennenlernen“ findet ihr hier ein ausführliches Interview, das ich am 11. April mit ihr geführt habe.

Julija Kapellmeisterin Preding

Die neue Kapellmeisterin der Marktmusikkapelle Preding: Julija Domaševa

Julija, in deinem Lebenslauf geht es fast ausschließlich um  Musik, Chor, Orchester usw., dein Leben wird also offensichtlich dominiert von Musik. War das schon immer so bei dir, bzw. wie bist du eigentlich zur Musik gekommen?

Julija: Ich habe als Kind  im Alter von 6 oder 7 Jahren mit meinem Bruder eine Tanzschule besucht. Aber ich war eine ganz schlechte Tänzerin und mein Bruder war sehr gut. und da dachte ich mir: OK – eine Ballerina wird aus mir wahrscheinlich nicht werden, da habe ich mich dann für Musik entschieden.

Du hast in deinem Lebenslauf geschrieben, dass du schon in vielen Ländern unterwegs warst. Grob nachgezählt bin ich auf 10 verschiedene Länder gekommen.

Julija: Ups – echt?

Ja – Italien, Spanien, Frankreich, Russland, usw. Was ist dein Lieblingsland. bzw. wo gefällt es dir am besten?

Julija: Ich könnte keines extra erwähnen. Jedes Land hat etwas Besonderes.

Gibt es also keinen Favoriten, bei dem du zum Beispiel sagen könntest: „Da will ich unbedingt wieder einmal hin“

Julija: Nein, denn man kann eigentlich in jedem Land viel Interessantes entdecken.

Also kurz gesagt: du reist gern.

Julija: Ja sehr gerne.

Wie schätzt du die Musikkapelle Preding ein? Wo liegen unsere Stärken und Schwächen?

Julija: Eine Stärke ist, dass viele jugendliche Leute dabei sind.  Ich finde auch toll die super Stimmung und dass alle einander helfen und gerne zusammen sind. Das ist wirklich eine starke Sache.

Schwächen? Wo sind wir am ehesten verbesserungsfähig?

Julija: … (Lange Nachdenkpause). Ich glaub einfach zusammen-musizieren und einander hören. Aber das ist generell schwer, dass man sich nicht als Solist fühlt, sondern als ein Teil eines Organismus. Und zu wissen, wann du stark präsent sein musst und wann nicht.

Und meistens muss man nicht stark präsent sein, oder?

Julija: Je nachdem.  Manchmal ist es genau richtig, wenn man sich selber gar nicht hört, aber seinen Klang einfach irgendwie spürt.

Und hast du persönliche Stärken und Schwächen?

Julija:  Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Wichtig ist, dass man sich richtig beurteilt  Und man sollte dann daran arbeiten, dass man seine Schwachstellen verbessert.

Hast du Ziele im Auge, die du mit unserer Blasmusik erreichen willst?

Julija:  Mein Ziel wäre es, dass alle die musikalisch sind – und in der Kapelle ist sicher jeder musikalisch -  eine Art Synthese zusammen bringen, in der sich alle beim Musizieren wohl fühlen. Alle Musikerinnen und Musiker aber auch ich, wir sollten auch Kompromisse eingehen damit alle zufrieden sind und sich gemütlich- und wohl fühlen beim Musizieren. Man sollte also nicht kämpfen beim Spielen. Das wäre mein Ziel.

Es ist wichtig, dass man nicht eine mathematische Lösung findet, sondern eine natürliche Lösung. Natürliches Musizieren ist das Wichtigste. Dass man zum Beispiel eine Phrase zusammen spürt.

Du bist ja mit deiner Ausbildung fertig. Du hast ein abgeschlossenes Master-Studium. Gibt es für dich persönlich konkrete Ziele auf die du hinarbeitest?

Julija: Eigentlich bin ich immer sehr offen für alles.

Also du wartest eher, was sich so ergibt und was auf dich zukommt?

Julija: Genau. Ich finde, man muss einfach zufrieden und glücklich sein, mit dem was man macht. Wenn man sich glücklich fühlt, dann ist es egal was man macht.

Du planst also nicht langfristig ein größeres Ziel und sagst, nur so zum Beispiel, du willst in der Oper Chef-Dirigentin werden oder etwas in der Richtung?

Julija: Man kann oft planen und es ergibt sich dann doch anders. Zum Beispiel hätte ich nie gedacht, dass ich jemals nach Österreich komme. Oder nach Graz.

Da wären wir schon bei meiner nächsten Frage. War es Zufall, dass du nach Österreich gekommen bist, oder was war hier ausschlaggebend?

Julija: Ich habe ein Seminar gehabt mit einem Professor, Johannes Prinz von einem  Musikverein in Wien. Er war in Litauen und hat dort den Master-Kurs gehalten. Da habe ich ein Erasmus-Stipendium bekommen. Ich habe natürlich für größere Länder eine Bewerbung geschrieben. Nach Paris oder Mailand, aber auch Graz, weil ich eben den Professor kenne. Aber weil unsere Uni mit der Grazer Universität zusammenarbeitet, haben sie meine Dokumente zuerst nach Graz geschickt.

Was für ein Glück! Also für uns zumindest.

Julija: Und die haben mich gleich angenommen, da konnte ich dann meine Dokumente nicht mehr nach Paris weiterschicken.

Aber für dich war das ja auch ein Glück. Denn ich glaube hier ist es ja ohnehin schöner als, z.B. in  - naja Paris weiß ich jetzt nicht…

MMK Preding Neue Kapellmeisterin

„Es ist gut, wenn Nervosität da ist. Das ist wie Adrenalin“
Julija Domaševa

Julija: …(lacht)

Kennst du die Sendung „Frühstück bei mir” in Ö3?

Julija: Nein.

Hörst du Radio?

Julija: Nein.

Fernsehen?

Julija: Nein.

Auch nicht? Das ist ja spannend.

Also, es gibt da eine Radiosendung, die heißt „Frühstück bei mir“ mit der Claudia Stöckl. Sie interviewt hier immer berühmte Persönlichkeiten. Also so ziemlich ähnlich wie das was wir hier machen. Es gibt allerdings dabei auch etwas zum Frühstück…

Julija: Ah – wo ist eigentlich mein Frühstück? Warten wir jetzt einmal bis das Essen kommt … (lacht)

Hmmm – das hab ich wohl vergessen mitzubringen…

Nein, bleiben wir jetzt wieder beim Thema. Spielst du auch ein Instrument, oder sogar mehrere?

Julija: Ja, Klavier. Das muss man beim Studium können. Ein-  oder zwei Jahre habe ich Pauke gemacht, und kleine Trommel. Geige habe ich auch gelernt und ein bisschen Klarinette.

Kapellmeisterin Preding

„Man sollte sich gemütlich und wohl fühlen beim Musizieren, nicht kämpfen“
Julija Domaševa

Du leitest Chöre aber auch Orchester. Gibt es da irgendeinen Unterschied, oder ist es für dich dasselbe, ob gesungen wird oder ob Leute mit Instrumenten da drinnen sitzen?

Julija: Nein, das ist total anders. Es ist beides sehr schön. Natürlich muss man mit Leuten die singen mehr kommunizieren, denn das Instrument dieser Leute ist ja ihr Körper. Außerdem muss man besonders bei Amateur-Chören sehr aufpassen, dass man die Leute nicht irgendwie beleidigt. Denn wenn ein Mensch Probleme hat, oder eine Erkältung hat oder müde ist, ist das wie bei Instrumenten bei Kälte oder auch Wärme – da kann sich der Klang total ändern.

Beim Chor kommt der Klang gleichzeitig und bei Instrumenten erst etwas später. Das heißt, der Dirigent ist normalerweise ein bisschen vorher. Das war für mich doch etwas überraschend, als ich das erste Mal probiert habe, ein Orchester zu dirigieren. Das heißt, du musst beim Orchester alles ein bisschen früher zeigen. Beim Chor kommt der Einsatz fast gleichzeitig wenn du etwas anzeigst.

Und bei einem Orchester braucht man nicht so persönlich sein wie bei Chören.

Wenn du morgen auf eine einsame Insel müsstest und du kannst nur 3 CDs und 3 Bücher mitnehmen – welche würdest du einpacken?

Julija: Auf jeden Fall Seneca (das ist ein Philosoph): „Briefe an Lucilius“. Diese Buch finde ich, ist wirklich gut geschrieben.

Und CDs, hmmm… (überlegt lange)

Ich glaube, ich würde Mozart mitnehmen, damit ich nicht traurig bin.

Also eher Klassik?

Julija: Ja, ich glaube schon. Und Blasmusik, na ja…

Ja, also ich würde mir ehrlich gesagt auch keine Blasmusik CD auf eine einsame Insel mitnehmen. Mit einem Marsch, z.B.: Radetzky – also ich weiß nicht, da könnte ich mich glaub ich nicht so richtig entspannen.

Julija: Ja, oder meditative Musik vielleicht.

Welche Hobbys hast du? Gibt’s außer Musik noch etwas in deinem Leben?

Julija: Ich hab gerne Bilder gemalt, früher. Jetzt komme ich leider nicht mehr so oft dazu. Das wird jetzt leider immer seltener, da ich nicht mehr soviel Zeit dafür habe. Vielleicht in der Pension wieder.

Hast du ein Haustier? Oder würdest du gerne Haustiere haben?

Interview mit Julija DomasevaJulija: Ich liebe alle Tiere sehr. Aber als Kind habe ich mir immer gedacht, dass ein Zoo so etwas wie ein Gefängnis für die Tiere ist. Deshalb würde ich kein Haustier wollen. Wenn ich ein Haus im Wald hätte, dann schon. Aber ich möchte die Tiere nicht unglücklich machen.

Bist du ein Frühaufsteher oder eher eine Nachteule?

Julija: Ehrlich gesagt bin ich eher eine Nachteule. Ich stehe sehr schwer auf. Aber leider muss ich oft zeitig aufstehen.

Wie gehst du mit Nervosität bei Auftritten um? Oder bist du gar nicht nervös?

Julija: Ich glaube es ist gut, wenn Nervosität da ist. Das ist wie Adrenalin – so wie wenn jemand auf einen Berg klettert.  Aber man muss mehr an die Musik denken und nicht an die Töne, dann geht alles einfach so mit Spaß. Und eigentlich „Spielen“ – das ist ein super Wort. Wie im Englischen, da bedeutet spielen – also „play“ – das gleiche, wie wenn Kinder spielen. Man kann also z.B. ans Spielen denken. Oder ich versuche mir etwas bestimmtes vorzustellen bei jedem Teil eines Stücks, ähnlich wie ein Bild. Und wenn ich dann versuche zu musizieren, oder versuche, mir Bilder vorzustellen, dann denkt man nicht an Nervosität, weil man einfach keine Zeit dazu hat.

Und ich glaube, es ist nicht so schlimm, wenn man Fehler macht. Wenn man zwar alles richtig, aber wie eine Maschine spielt ist es nicht so gut. Es ist mir lieber, wenn man 1000 Fehler macht aber extrem musikalisch spielt und die Fehler vergisst und denkt – oh das war so schön. Aber wenn man alles durchspielt und es war zwar alles richtig und im exakt Tempo spielt, aber es hat die Musikalität gefehlt, dann ist es schade. Sonst würden wir eh keine Musiker brauchen, sondern das könnten auch Maschinen machen, oder?

Kochst du gerne, oder gibt es eine Lieblingsspeise von dir?

Julija: Als ich nach Österreich gekommen bin, habe ich besonders das Litauische Essen vermisst.

Was ist Litauische Küche? Ist das eher fleischlastig oder eher Gemüse, Fisch…?

Julija: Alles mögliche. Es gibt eigentlich viele Litauische Spezialitäten.  Aber es schmeckt einfach anders, weil wir ein anderes Klima haben.

Stärker gewürzt?

Julija: Nein. Einfach anders. Ich kann dir das nicht einfach erklären. Aber mein Chor war einmal bei einem Festival in Litauen. Und die waren auch positiv überrascht vom Essen. Die österreichische Küche ist natürlich auch sehr gut, aber bei uns ist es einfach anders.

Ich esse sehr gerne, aber für das Kochen bin ich nicht so zu begeistern, glaube ich. Aber wenn ich jeden Tag üben würde, dann würde es vielleicht schon interessanter für mich werden.

 

Julija wurde interviewt von Manfred

Blasmusik im Kindergarten

Kindergarten meets Blasmusik. Instrumentenvorstellung der MMK

Am 7. Mai 2014 bekamen wir Besuch in unser Musikheim. Der Kindergarten Preding kam vorbei, um mehr über den Musikverein zu erfahren.
Wir erklärten ihnen, was wir in unserem Musikheim so alles machen, wie unsere Proben ablaufen und in welchem Gewand wir auftreten. Außerdem zeigten wir ihnen unser Archiv mit all unseren bisher gespielten Noten.

Danach folgte eine Instrumentenvorstellung. Einzelne Instrumente, wie die Tuba, die Klarinette oder die Trompete wurden von unseren Musikerinnen und Musikern kurz vorgestellt. Natürlich gab es auch eine kurze Kostprobe ihres Könnens.
Die Kinder waren sehr begeistert bei der Sache und einige (besonders die Kinder unserer Mitglieder) kannten sich schon bestens im Musikheim und bei unseren Instrumenten aus.

Danach ging es ans ausprobieren: Die Kinder durften sich alle Instrumente ansehen und natürlich auch gleich ausprobieren. Dabei entdeckten wir schon den ein oder anderen zukünftigen Musiker.

Besonders das Schlagzeug hatte es den Kindern angetan, denn hier konnten sie sich so richtig austoben.
Nach der Instrumentenvorstellung gab es noch Kuchen in Notenform für alle Kinder. Wir können berichten, dass Noten sehr gut schmecken.  :-P

Alles in allem, war es ein sehr gelungener Vormittag und jeder von uns hatte sehr großen Spaß.

Marktmusikkapelle Preding