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Die positive Wirkung
von Musik

Musik und Leistungsfähigkeit

Musik ist ein komplexes Phänomen, das alle Bereiche des Gehirns anspricht. Alleine durch das Hören von Musik laufen zahlreiche psychische und physische Prozesse im menschlichen Körper ab.

Musik beeinflusst Herzschlag, Blutdruck, Verdauung, Atemfrequenz und vieles mehr. Auch werden ihr Auswirkungen auf geistige und intellektuelle Prozesse zugeschrieben.

 

Musik und seine Wirkung auf den Menschen

Verschiedenen Studien liefern Hinweise darauf, was Musikunterricht, besonders Instrumentalunterricht bei Kinder und Jugendlichen unter anderem bewirken kann:

  • eine Verbesserung der sozialen Kompetenz
  • eine Steigerung der Lern- und Leistungsmotivation
  • eine Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
  • eine Förderung musikalischer Leistung und Kreativität
  • eine Verbesserung der emotionalen Befindlichkeit
  • eine Reduzierung von Angst durch mehr Selbstbewusstein
  • verbesserte schulische Leistungen trotz zeitlicher Mehrbelastungen durch den Musikunterricht.
  • in Zusammenhängen denken
  • eine Steigerung der mathematischen Fähigkeiten

Erklärungsansätze

Ein möglicher Grund, warum sich Musik positiv auf außermusikalische Lerninhalte auswirken könnte, kann mit der Hemisphärentheorie erklärt werden. Es ist bekannt, dass das Gehirn aus einer rechten und eine linken Gehirnhälfte besteht, die für verschiedene spezifische Leistungen verantwortlich sind. Die rechte Gehirnhälfte ist für künstlerische und intuitive Tätigkeiten sowie für die Raumorientierung zuständig. Die linke Gehirnhälfte ist hauptsächlich für analytisches Denken und für die Sprache verantwortlich.. Zur Bewältigung von Aufgaben ist nicht jeweils eine Hemisphäre notwendig, sondern erst das Zusammenspiel der beiden Hälften macht ein vollfunktionsfähiges Gehirn aus. Ist man früher davon ausgegangen, dass die musikalischen Fähigkeiten in der rechten Gehirnhälfte angesiedelt sind, weil ein Entfernen des rechten Temporallappens die musikalische Fähigkeiten beeinträchtigte, so geht man heute davon aus, dass an der Musikverarbeitung beide Gehirnhälften beteiligt sind. Die rechte Gehirnhälfte ist bei der Verarbeitung von Melodien notwendig, die linke Gehirnhälfte wird bei der Verarbeitung der Rhythmen beansprucht. Beim Hören von Musik bzw. bei der Verarbeitung akustischer Reize werden demnach beide Gehirnhälften aktiviert, wodurch auch das Zusammenspiel, die Koordination von linker und rechter Hemisphäre, unterstützt und gefördert wird.
Das Notenlesen erfordert Aufmerksamkeit und Konzentration, abstrakte Symbole müssen verstanden und Klänge über das Ohr analysiert werden.
Durch das Üben wird Ausdauer, Disziplin und auch die Merkfähigkeit trainiert. Durch das Spielen werden die motorischen Fähigkeiten verbessert, besonders die Motorik der Finger. Musiker können sich die Bewegungen ihrer Finger sehr gut merken, sodass sie ein bereits vor längerer Zeit gespieltes Stück sofort wieder spielen könnten. Sie beherrschen auch das unabhängige Bewegen beider Hände und auch der einzelnen Finger.

 

Die Wirkung von Musik auf den Körper

Die Wahrnehmung von Musik geschieht meist passiv. Auch wenn wir uns nicht bewusst sind, dass wir Musik hören, unser Körper reagiert trotzdem darauf. Musik ist mehr als Ablenkung, Untermalung oder kurzweiliger Zeitvertreib. Sie kann auch Schmerzen lindern, Muskelverspannungen lösen, den Blutdruck senken und Stress abbauen.

Musik ist eine ganz besondere Form von Geräusch, in vielerlei Hinsicht. Es wird sowohl zum Kleinhirn, das Körperbewegungen und den Gleichgewichtssinn kontrolliert, zum Großhirn, das für höhere Funktionen des Bewusstseins zuständig ist, als auch zum limbischen System, das Emotionen verarbeitet geleitet. Musik hören und spielen spricht somit sämtliche Bereiche des Menschen an.

 

Musik weckt Gefühle

Musik ist eine der schönsten und effektivsten Arten, Gefühle auszudrücken und zu erleben. Genauso wie ein Bild oder ein anderes Kunstwerk in uns Gefühle weckt, empfinden wir beim Musikhören bestimmte Emotionen.

 

Der Musik werden die unterschiedlichsten Wirkungen zugeschrieben:

Sie kann beim Hören eine Gänsehaut auslösen oder zum Träumen anregen. Sie kann uns helfen, von einem weniger erwünschten psychischen Zustand in einen erwünschteren zu wechseln. So hilft Musik beim Entspannen, wenn man angespannt ist, oder sie flößt einem Mut ein, wenn man ängstlich oder aufgeregt ist.

Musik intensiviert bestehende Emotionen, sie kann beispielsweise Freude und Glücksgefühle verstärken.

Musik kann in uns auch Erinnerungen wachrufen. So erinnern sich Alzheimerkranke, denen man Stücke aus ihrer Jugend vorspielt, zuweilen an Dinge, die längst vergessen schienen.

Weil Musik so starke Emotionen hervorrufen kann, wird sie auch oft als Therapie verwendet. Musiktherapie kann in allen Bereichen eingesetzt werden z.B. bei Chronischen Schmerzen oder auch psychischen Problemen. Denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass  Musik die Aktivität von Bereichen im Gehirn die Angst und Furcht auslösen, vermindert und Glücksgefühle auslösen kann.

 

Fazit:

Musik ist einfach immer und überall vorhanden. Musik stimmt uns besser und macht optimistisch. Musik ist gut für Körper und Geist. Die Beschäftigung mit Musik fördert alle Bereiche des menschlichen Körpers und führt zur Steigerung verschiedenster Fähigkeiten.

 

Anja Lueger

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