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Die MMK Preding am Folklorefestival in Prag

Endlich ist es da, das lange ersehnte Reisetagebuch von unserem Musikerausflug zum Folklorefestival nach Prag!
Die MMK Preding durfte dort als einer von wenigen österreichischen Vertretern mit viel Musik unser Land repräsentieren und die Besucher begeistern.

Das Reisetagebuch wurde verfasst in G’stanzlform von Karin Kleindienst und Franz Kollmann.

Drei lange Joar jo de hamma hiaz gwart,
bis endlich der Ernstl erhobm hat des Wort.

Auf daß ma amol wieder an Ausflug mochn,
die nächst’n vier Tag loss ma’s dann richtig kroch’n.

Zum Bus jo am Donnerstag um Sie’me in’d Friah,
die Nacht vorher sitzt bei a paar noch in’d Knia.

Do start ma gleich los jo scho recht kreuzfidöl,
mir hoffm mir hamma net z’friah schon a Öl.

Die ersten paar Reihen san bald schon in Not,
beim Quizduell spül’n wird da Akku schnöll tot.

Die ersten paar Stunden warn eh net so laut,
die meisten ham eh einwendig obig’schaut.

In die mittleren Reih’n hams darauf glei wia wüld,
beim Schnapsn bald Haus und Hof vaspült.

Der holbe Tag jo der war kaum vorbei,
do streiten beim Kartenspieln schon amol zwei.

Derfst die Karin und den Wolli sicher net z’samman setzen,
die zwa kummman unter Garantie glei zum fetzen.

Und da Grund jo wos glaubt’s für des kochende Bluat,
da Wolli holt gar net nach da Karin ihr Modi spül’n tuat.

In die hinteren Reihen auf die lässigsten Plätz,
do woar a bis hiaz noch net goar so a Hetz.

Die ersten Bierflaschn des san hiaz scho la’,
wo des allan scho a schene Tragödie war’.

Zum Glick is jo Budweis a neamma weit fuat,
da hamm’s dann Gott segn’s wieder gnua z’trinken duat.

Nach der Führung verlass ma dann wieder Budweis,
nur des mit’n trinken war a schener Scheiß.

Zagt ham’s uns die riesen Tanks voller Stolz wohl,
kriagt hamma sölba nur an Fingerhuat voll.

Bis der Ernstl den Einfall g’habt hat, was unser Rettung wohl woar,
wal die Julija an Master kriagt hat, sauf’ ma im Bus des Bier goar.

Dauert net lang bis da Manni die Gitar hult,
“Atemlos” Dreizehnstimmig jo des is hiaz Kult,

Dann reisst no a Saitn mei wia is des bled,
aber uns is des wurscht – gstimmt hat’s jo sowieso net.

Nach Prag is hiaz glücklicherweis neamma weit.
Mir denken es wird aber bald höchste Zeit.

Da weama dann glei auf’m schnellsten Weg schaun,
wo ma uns am besten ins Nachtleb’m haun.

Beim Stadt einifahrn, da merkt ma holt dann,
was do die Prager für Spitzbuam san.

Da ham de mir scheint jo i glaub über Nacht,
im Zentrum die Durchfahrtstroß’n enger gmacht.

Dann haltn’s uns a noch a goar für an Noarrn,
erst jetzt sogn’s zum Hotel derfst gar net zuwi foahrn.

Doch ganz unbeeindruckt von dem großen Malheur,
is unser Franz’l der super Bus-Chauffeur.

Vor gfahr’n samma wia die Liesl vo England obm,
wenn’s bled warat’n gwordn’n hätt ma eanare Autos weg gschob’m.

Hättn’s uns gsagt daß ma z’fuaß miassn geh’n,
dann hätt’ma net braucht den riesen Bus aufnehm’

Die Tage warn sche aber kurz sans schon g’we’n,
drum hamma die Nächt glei vüll weida ausdehnt.

A Schiffal zum lenken is net a jeder gebor’n,
da potscherte Captain is si’ auf da Moldau verfoahrn.

Die Hendl’n woarn guat und sehr abwechslungsreich,
war jed’n Tog a andere Beilag dabei.

Da Fritz beim Spinat hot wia da Popeye wolln sein,
nur da Popeye frisstn obi und da Fitz reibt si’n ein.

Sonntag is zehne is jetzt geht’s wieda ham,
bei manche is so daß’s no miad g’wes’n warn.

Den Manni sei Gitar jo die war a rechta Seg’n,
wal’s a no da Franz und da Daniel ham wiag’n meg’n.

De drei jo de ham um de Gitar a rechts g’riss,
auf daß des dann g’schwind zu an Match eskaliert is.

Mit Austropop und Volksmusik hat des ganze begonnan,
mit an in der Felswand verreckten Bergsteiger hat’s da Daniel dann g’wonnan.

Jetzt samma glei daham jo wia traurig kann des sein.
Und a des mit’n Bier trinken stöll’ma jetzt ein.

Im großen und ganzen war a Haufm Kravall,
beim internationalen Prager Gummiadlerfestival.

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